in the middle of f****** nowhere

Vorwort: Aufgrund der Anwesenheit einiger Menschen, dessen Einverständnis ich nicht zur namentlichen Nennung in meinem Blog habe (und ich keine Lust habe sie zu fragen), werden in diesem Eintrag ausschließlich unsere von der Gruppe gewählten liebevoll gemeinten Spitznamen genannt. Die Namen wurden größten Teils von Grumpy (einem native speaker) ausgewählt, ich habe also keinerlei Einfluss auf die Namen.

Da wir unsere Arbeit im Bushipark erledigt hatten, verließen wir diesen in eine mir unbekannte Richtung. Nach einer langen Fahrt, in der Gollum meine Schulter dauerhaft als Kopfkissen missbrauchte, kamen wir dann an und auf Nachfrage von mir, wo wir uns gerade befinden, kam: in the middle of f****** nowhere. Diesen Ort kann ich allen weiterempfehlen, die eine ruhige Kugel ohne Handy und Internetempfang sowie ohne TV schieben wollen. Dies ist unsere Wochenresidenz, der wir aber noch einen Tag Richtung Hauptstadt Wellington entfliehen durften. Unseren Hoffnungen an unseren einzig freien Tag in der Woche ein bisschen auf Tour zu gehen, wurde leider durch das konsequente Nicht-öffnen der Clubs (es war halt Sonntag) zerstört. Jedoch durften wir uns dann im Hostel an dem durch Fuckly beigebrachten Kartenspiel "Kings" und eins / zwei Bier erfreuen. Am darauffolgenden Tag gab es dann das übliche sightseeing aber auch eine nicht enden wollende Tour durch kleine Touristenläden, der ich irgendwann ent- und genervt den Rücken zuwandt und mir das Nationalmuseum te Papa anguckte. Dort kann man einige Zeit verbringen, da es verschiedene interessante Bereiche enthält und sogar ein Erdbeben aus den 70ern mit Originalradioaufnahmen etc. nachgestellt wird.

In the middle of f****** nowhere wieder angekommen, hatte man den Eindruck, dass wir die ersten Volunteers in diesem Gebiet waren, was aber nicht unbedingt als schlecht aufzufassen ist: Gegen unserer Gewohnheit wurden wir mit frisch zubereiteten Lunch (für mittags werden normalerweise Sandwiches vorbereitet und abends wird dann frisch gegessen) und Kaltgetränken verwöhnt. Außerdem kam die lokale Presse um uns zu interviewen und Fotos von uns zu machen, jedoch konnten Pferdeschlecker und ich uns mehr oder weniger erfolgreich verstecken. Jedoch war nicht nur die Presse an diesem Tag zu Besuch, sondern es bespaßte uns auch noch der junge Hund vom Ranger bei der Arbeit, der eine besondere Beziehung zu Stinky aufbauen wollte. Stinky jedoch erwiderte die Liebe nicht auf diese Art und Weise, sodass es in diesem Fall leider zu keiner Lovestory kam. Da wir uns jedoch an diesem Tag auf einer Ranch befanden und alles für eine Hochzeitsgesellschaft vorbereitet war, traute ich dann kurzerhand noch zwei unserer Gruppenmitglieder, die aufgrund der Tatsache kurz vor Reisebeginn unabhängig voneinander den gleichen H&M-Pulli gekauft zu haben eine Seelenverwandtschaft wittern. Endlich: Gollum und Smeagol finden zueinander

 

Am zweiten Tag durften wir in dem Garten einer Grundschule arbeiten, in der uns zeitweise Schulklassen unterstützten. Pferdeschlecker und ich konnten uns wieder einmal aus der Affäre ziehen, indem wir uns woanders Arbeit suchten. Grumpy jedoch bemerkte unsere Flucht zu spät, sodass er sich der Klasse stellen musste und sich als hervorragende Nanny outete, sodass er nun zwei Rufnamen hat, auf die er hört. In der Mittagspause war es dann unmöglich den Kindern aus dem Weg zu gehen, sodass mir meine Grenzen aufgezeigt wurden: Auf dem Cityroller gebe ich meiner Meinung noch eine sehr gute Figur ab, die Stelzen jedoch überfordern mich total.

Am letzen Tag in the middle of f****** nowhere warteten wir dann vergeblich auf unseren Ranger, sodass wir leider nach einer langen Suche nach dem Ranger und einer noch längeren Suche nach Arbeit eine Wasserpistolenschlacht anfingen. Als diese dann beigelgt und Frieden geschlossen wurde, fingen die Frauen an sich als Friedenbeiweis gegenseitig die Haare zu machen. Nun war auch dem letzten involvierten Kämpfer klar: dies ist kein Burgfrieden, sondern ein echtes Bekenntnis zur Friedenshaltung. Heute Nachmittag geht es wieder an einen kleinen Fluss mit unglaublich klarem Wasser, an dem wir dann unseren harten Tag ausklingen können. Am Wochenende fahren wir dann Richtung Bay of Islands, dort kann man laut Erzählungen verschiedene seltene Wassertiere sehen und mit Glück auch mit ihnen schwimmen - nun wird sich rausstellen, ob ich ein Glückskind bin.

28.2.13 00:59

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