Bay of Islands

Wir befinden uns gerade auf dem Rückweg von der Bay of Islands und dieses Wochenende war so phänomenal, dass es einen eigenen Blogeintrag verdient hat!

 

Am Freitag war für uns ein reiner Travel-Tag, da wir morgens sozusagen vom äußersten Süden der Nordinsel in unser VolunteerHaus nach Auckland gefahren sind und nach einem 20-minütigen Aufenthalt dort weiter in den Norden der Nordinsel gefahren sind. Doch schon die bequemen Betten in unserem Hostel "adventurer Bay" ließen darauf schließen, dass dieses Wochenende nur gut werden kann. Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht begann der erste Teil eines Bootstrips, der uns allen lange in Erinnerung bleiben wird. Um es kurz zu machen und die Frage meines vorherigen Blogeintrags zu beantworten: ja, ich bin wohl ein Glückskind. Wir fuhren in eine Bucht, in der häufig Delfine in ihrer natürlichen Umgebung anzutreffen sind. Und tatsächlich waren dort um die 13 Delfine, die keine Probleme damit hatten 30 cm an einen heranzuschwimmen und ein paar Meter mit dir zu tauchen. In diesem Moment wird einem erst bewusst, was für atemberaubende, umgängliche und elegante Tiere diese Delfine sind und ich möchte gar nicht wissen, wie ungelenk und steif meine Schwimmversuche neben diesen aussehen mussten. Eine intensive Google-Recherche nach Gesetztestexten über die Haltung eines Delfines in einem privaten deutschen Haushalt hat leider nichts erbracht, sodass ich diese wohl oder übel in Neuseeland lassen muss... Nachdem ich wieder am Boot war und bei einer Tasse Kaffee diese Momente verarbeiten wollte, dachte ich, die Delfinshow wäre zu Ende, aber die Tiere wollten uns an diesem Tag das ganz große Spektakel bieten! Auf dem Weg zu unserem zweiten Trip, einer Tour auf einem Segelboot, überraschten uns die Delfine mit einer unglaublichen Showeinlage, in dem sie rund um unser Schiff aus den Wasser sprangen, sich in der Luft kreuzten, sich vom Sog unseres Schiffes mitziehen ließen, uns mit Wasser nass spritzten und andere Faxen machten.

Den zweiten Teil des Tages ließen wir dann auf dem Segelboot mit unseren beiden unglaublich sympathischen Leitern Tom und Kerry ausklingen. Nach einem leckeren Mittagessen, konnte man dann unter Anleitung der beiden Segel setzen, das Segelboot (schon ein etwas größeres Kaliber) lenken etc. Jedoch stand hier Erholung und die Besichtigung der kleinen Inseln im Vordergrund und bei diesem Wetter und leckeren Kaltgetränken konnte man die Tour auch nur genießen. Falls irgendjemand diesen Blogeintrag liest und Blut geleckt hat, darf er mich gern bzgl.der Kontaktdaten etc. anschreiben. Abends ließen wir den Tag dann in unserem Hostel mit anderen Bewohnern ruhig ausklingen, da es Sonntagmorgen schon wieder früh los ging...

Nach meinem Bungeesprung am dritten Tag in Auckland hat mich der Nervenkitzel gepackt. Morgens um 08:00 wurden wir vom Hostel abgeholt und es ging in die Berge, da zwei Weggefährtinnen und ich auf die wahnwitzige Idee kamen uns aus knapp 4 km Höhe aus einem Flugzeug zu stürzen. Das Wetter machte uns am Morgen noch einen Strich durch die Rechnung, doch am späten Mittag ging es dann gen Himmel. Als ich das erste Mal vermutete, die angestrebte Höhe erreicht zu haben, berichtete mein Springpartner Andy, dass wir nun gerade ein Viertel der Höhe erreicht haben... Als dann endlich das Zeichen kam, die Springsbrille aufzusetzen, wussten wir, es geht gleich los. Was einem in diesen Moment für Gefühle heimsuchen, kann man gar nicht beschreiben - man muss es selbst erlebt haben. Ich war in diesem Flugzeug die zweite Person, die springen durfte, konnte mir also noch ansehen, wie Vicky sich in knapp 4 km Höhe drehte. Dabei war nicht Vicky, die Person, die am lautesten schrie als sie das Flugzeug verließ, sondern Inga, die noch nach mir dran war, kreischte aus vollem Halse. Als Andy und ich dann aus dem Flugzeug sprangen und den 20-sekündigen freien Fall genoßen, hatte man nicht das Gefühl zu fallen, sondern zu fliegen. Ein unglauberlicher Adrenalinkick und wenn dann der Fallschirm gezogen wird hat man auch neben dem Lenken des Fallschirmes Zeit die unglaubliche Aussicht zu genießen. Wer war nochmal dieser Felix Baumgartner?

Dieses war auf jeden Fall eines meiner abenteuerreichsten Wochenenden, die ich bisher erlebt habe, und mit Sicherheit das beste Wochenende in Neuseeland. Ein Highlight jagte das andere und man kann gar nicht sagen, welches besser oder geschweige denn schlechter war. Ich kann einfach nur jedem empfehlen zu den Bay of Islands zu fahren und dort ein bisschen Geld zu investieren - ich wäre gern länger geblieben, aber meine letzte Volunteer-Woche auf den Nordinseln beginnt nun.

3.3.13 08:25

Letzte Einträge: Arbeit macht den Tag kaputt, Arbeit mach den Tag immer noch kaputt, Die Herzchen auf der Pinnwand-Theorie, Reisen, Reisen, Reisen, Eine Reise neigt sich dem Ende, Der Kulturschock

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen