Das Leben als Campervan-Camper

Nach meiner durchaus nassen Woche im Zelt beschlossen Sophia und ich uns einen Campervan bei Jucy zu mieten und dem Regen ein Strich durch die Rechnung. Ich wusste nur, dass mich ein grell-grünes Auto in der Größe eines Opel Zafiras erwartet, indem man schlafen kann, ich hätte jedoch nicht damit gerechnet, dass der Campervan so gut ausgestattet ist:
Für DVD-Player, Kühlschrank, Herdplatte, Waschbecken, diverse Lichter, Tisch, Decken, Kissen usw. war gesorgt, sodass man nur noch Unterkünfte mit Dusche und Bad suchen musste. Für Sophia war an diesem Van aber wohl das Highlight, dass sich die Jucy-Vans gegenseitig mit Lichthupe auf der Straße begrüßten und war umso enttäuschter, wenn unsere Begrüßung nicht erwidert wurde.



Unsere Reise begann in Queenstown und ging erstmal Richtung Milford Sound. Milford Sound liegt an der südlichen Westküste. Es hat die Tage vorher aus Eimern gegossen und an dem Tag unserer Ankunft gab es auch immer mal wieder Schauer und wir ärgerten uns ein bisschen, da wir davon ausgingen, dass es bei Sonnenschein bestimmt viel schöner ist, aber in Neuseeland ist im Herbst eben auch kein eitel Sonnenschein mehr. Jedoch erfuhren wir während der Fahrt, dass es durchaus positiv ist, dass es zumindest die Tage vorher geschüttet hat, da der Wasserstand höher ist und es einige temporäre Wasserfälle gibt. Ich habe keine Ahnung wie viele Wasserfälle wir gesehen haben, aber ich würde behaupten es waren um die 100 und als der Kapitän dann erzählte, dass davon nur 2 permanent sind und der Rest nur wegen dem Regen kommen, hat es mir die Schuhe ausgezogen. Es waren da schon einige gewaltige Dinger dabei und dass diese nur wegen den Regenmassen kommen, ist schon sehr beeindruckend gewesen. Durch einen der zwei permanenten Wasserfällen sind wir durchgefahren, man hatte vorher die Möglichkeit draußen zu bleiben oder in den verglasten Innenbereich des Schiffes zu gehen. Ich blieb natürlich draußen, um das Ereignis richtig zu genießen. Leider entfiel mir in diesem Moment die Tatsache, dass im Van nur eine vom letzten Regenguß noch nicht getrockenete und eine von der Arbeit gezeichnete und nicht saubere Hose waren. Somit hatte ich nun 2 nasse, eine nicht saubere und keine andere Hose mehr.



Nach dem Besuch am Milford Sound ging es dann weiter Richtung Ostküste. Unterwegs hielten wir immer wieder an schönen Aussichtspunkten und schönen Ortschaften, diese alle aufzuzählen würde zu lange dauern und ich befürchte ich wüsste auch nicht mehr alle Namen so ganz genau... Besuche, die hierbei herausstachen, war der der Besuch des südlichsten Punkt der Südinsel Neuseelands, von dem aus Sophia vermutete die Nordinsel sehen zu können, die Catlins, ein wunderschönes Gebiet mit wunderschönen Stränden, den Tunnel-Beach und die Schokoladenfabrik Cadbury in Dunedin.



Nachdem ich Sophia noch zum Flughafen in Christchurch gebracht habe, ging es für mich weiter nach Blenheim, da es hier ab Montag Arbeit geben sollte (Tipp von Sevi). Leider ist es im Moment aufgrund des starken Regens nicht möglich den Mais zu ernten, da er dann während der Lagerung schimmeln würde. Somit können wir voraussichtlich Mittwoch anstatt Montag anfangen, da es aber viel zu ernten gibt, werden wir wohl am Wochenende auch arbeiten. Sevi und ich wohnen hier in einer Art WG mit Work and Traverlern von der ganzen Welt. Man hat hier mit den verschiedensten Leuten zu tun und das macht es so interessant. Nachts trafen wir beispielsweise einen Franzosen aus unserer WG sich selbst verartzend in dem Wohnzimmer an. Auf Nachfrage, was er getan hat, kam nur: Ich hab versucht von einem auf das andere Dach zu springen. Die Begrüdung, warum er das tat, fand er nicht erwähenswert, da es anscheinend normal ist dies zu tun, aber wir fragten auch nicht weiter nach.

Ich hoffe, dass es morgen mit der Arbeit beginnt und wir ein bisschen Geld nach Hause bringen.

7.5.13 04:26

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