Arbeit mach den Tag immer noch kaputt

Wie schön wäre Neuseeland nur ohne die Arbeit?! Eigentlich habe ich keinen Grund mich zu beschweren, da ich wohl den entspanntesten Job von allen aus meiner Wohnung habe, aber Arbeit ist nun mal Arbeit und wenn man sonst keinen Grund hat sich zu beschweren, sucht man sich halt einen...
In der letzten Woche hatten wir ein paar Tage von Bäume anmalen frei, da es nur genug Arbeit für die Festangestellten gab. Das passte ganz gut, da ich für 3 von den 5 Tagen Tagesjob-Angebote hatte, die ich natürlich annahm, um andere Erfahrugen zu sammeln. Einen Tag arbeitete ich auf einem Müllabfuhrwagen, ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen: ich wollte schon immer einmal hinten auf einem fahrenden LKW stehen und dem Fahrer Anweisungen geben. Dies tat ich die ersten zwei Stunden dann auch, bis ich dann auf einen anderen LKW gewechselt bin, auf dem ich während der Fahrt hinter dem Führerhaus den Müll recyclen sollte. Die größte Herausfordeurng hierbei war nicht, sich nicht vor dem Müll anwidern zu lassen, sondern die Fahrweise unseres Fahrers zu ertragen. Nach 8-9 Stunden Arbeit hatte ich den Arbeitstag dann auch überstanden und meine beiden Kollegen waren sogar sehr zufrieden mit mir.
An zwei anderen Tagen habe ich in einer Süßigkeiten-Fabrik am Fließband gearbeitet. Wir haben Schokolade mit Marshmellowfüllung hergestellt und verpackt. Mehr gibt es eigentlich auch nicht zu diesen Tagen zu sagen, außer dass Fließbandarbeit auf jeden Fall nicht zu meinen favortisierten Arbeiten gehört... Meine Kollegin an diesem Tag tat mir besonders leid, da ich kein Wort mit ihr geredet habe, weil ich den Großteil der Zeit Schokolade zählen musste und wer meine Multitaskingfähigkeiten kennt, weiß dass diese quasi nicht existieren.
Wie es beim Work und Traveln so ist, ist das Kennenlernen aber auch das Verabschieden von Leuten Bestandteil des Lebens. Das Kennenlernen fällt einem immer leichter und das einzig gute bei Verabschiedungen ist, dass man wieder einen Grund hat zu feiern. Da quasi jede Woche einer unsere Wohnung verlässt, hat man jede Woche einen Grund zu feiern, mal sind die Abschiedsfeiern in Ordnung, mal sind sie überragend, wie die letzten zwei Wochenenden. Vor zwei Wochen hat uns unser ManU-Ultra Age aus Norwegen verlassen, mit dem man jedes Wochenende eine Menge Spaß hatte und der mir ganz offiziell den Titel des großartigsten Menschen gegeben hat, mit dem er je getrunken hat. Letztes Wochenende hat uns Sevi dann verlassen, mit den ich ja vorher schon eine Woche gereist bin, jedoch treffen wir 3 uns nochmal am Ende unserer Reise in Auckland um ein Rugbyspiel live im Stadion zu sehen und den Trip nochmal zu feiern!


Heute haben wir einen Tag frei, da es zu nass zum Anmalen der Pflanzen ist. Ich jedoch glaube, dass das Karma übel mitgespielt hat. Heute sollte ich von einem anderen Auto als sonst zur Arbeit mitgenommen werden, jedoch war in diesem dann plötzlich doch kein Platz mehr, sodass ich etwas genervt Lennart anrief, der schon an Vineyard war. Also musste jemand den Weg wieder zurück fahren, um mich abzuholen. Ich wartete insgesamt eine halbe Stunde bis Lennart mich anrief und sagte, dass das Auto ohne mich wieder direkt zum Vineyard kommen kann, weil wir nicht arbeiten können... Somit ist unsere Fahrerin quasi 1 ½ Stunden umsonst rumgefahren, aber spätestens jetzt wissen sie wohl: einen Manuel Ihmels lässt man nicht warten!

19.6.13 00:21

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