Die Herzchen auf der Pinnwand-Theorie

Nun habe ich geschafft! Nach 8 Wochen Blenheim (es waren eig 4-5, höchstens 6 Wochen geplant) mal harter mal entspannter Arbeit habe ich Blenheim mit eine Zwischenstopp zum Wale sehen in Kaikoura gen Nordinsel verlassen. In der letzten Arbeitswoche durfte ich sogar nochmal in den Genuss kommen den Supervisior für das Painting-Team zu geben, sodass meine Aufgaben nur in dem Auffüllen der Farbflaschen, das Verteilen der Painter auf die einzelnen Roads, das Einarbeiten, Helfen und Kontrollieren der neuen Painter und wohl das wichtigste als Gesprächpartner für gelangweilte Vorgesetzte dazu sein waren. Dementsprechend entspannt war die letzte Arbeitswoche und meine Vorgesetzten waren wohl sehr zufrieden mit mir, was sie mir in äußerst netten SMS deutlich gemacht haben.

Es ist an der Zeit meine Arbeitswochen nochmal Revue passieren zu lassen und ich muss sagen, dass ich sehr viel Glück hatte zu einem sehr entspannten Job gewechselt zu sein, nachdem ich und meine anderen Kollegen uns am Anfang wirklich den Arsch aufgerissen haben und nicht einmal Mindestlohn bekommen haben. Teils war die Arbeit zwar sehr langweilig und ich habe meinen MP3 Player bestimmt 20 mal rauf und runter gehört. Wenn man dann genug vom Musikhören hatte, gab es auch das ein oder andere Gespräch durch die Roads durch (dabei wird man zugegebener Maßen etwas langsamer) und es wurde viel gelacht, auch wenn ich manche Leute in die Weisglut getrieben habe, da ich auch mal dem Feierabend ein nettes Gespräch auf dem Vineyard vorgezogen habe und meine Mitfahrer mehr oder weniger verständnisvoll auf mich gewartet haben. Dabei gab es auch  mal interlektuelle Themen, aber auch widerum jede Menge Trashtalk, den ich wohl mit am besten beherrscht habe. Dabei gab es auch Theorien etc. über alles auf der Welt und um euch einen kleinen Einblick in unsere Gespräche zu geben, werde ich euch eine mit meiner Kollegin Magda entworfene und vollkommen ernstgemeinte Theorie nicht vorenthalten:

Die Herzchen auf der Pinnwand-Theorie
Stichwort Generation Facebook, die das übermäßige Nutzen von Herzchen ( <3) ) mitbeinhaltet. Aufgrund jahrerlanger Studien ist uns hierbei aufgefallen, dass einzelne Herzchen von platonischen Freunden, die auf der Pinnwand ohne einen Text geposted werden, keines Falls positiv aufzufassen sind, sondern als Mittel genutzt werden, um zu sagen: du weißt ja, dass ich dich lieb hab, aber ich hab Scheiße gebaut. Dabei hofft der Poster, dass möglichst viele Leute dieses Herzchen sehen und die andere Person in diesem Sinne ansprechen: ohh wie süß, ihr seid so gute Freunde! So lässt man dieses Herzchen kommentarlos einige Stunden auf der Pinnwand (dank Smartphones sehen es ja dann schon genug Leute), um dann die andere Person vorsichtig drauf anzusprechen. Vorsicht! Diese Vorgehensweise klappt nur bei weiblichen oder männlich/weiblichen Freundschaften, aber auf keinern Fall bei richtigen Männerfreundschaften!
Herzchen auf der Pinnwand des Partners haben nach unserer Theorie zu bedeuten: wir haben Streß, aber ich bin in einer Beziehung und zeig wenigstens nach außen, dass wir glücklich sind, um alle anderen neidisch zu machen. Eine Stufe über das Herzchen auf der Pinnwand ist ein willkürlich verschickter Blumenstrauß, da sollte man noch viel meher Acht geben.
Es gibt wohl auch Ausnahmen bei dieser Regel, aber sobald ihr ein Herzchen von mir auf der Pinnwand haben solltet (ich war noch nie in der Position dies zu machen, da seht ihr mal was für ein feiner Kerl ich bin), gebt Acht und freut euch nicht zu früh.

Nach einen Ausflug in den Trashtalk hoffe ich euch bald wieder spannendere Sachen erzählen zu können. Jetzt geht es erstmal wieder auf zum Reisen und ich hoffe, dass ich in meinem letzten knappen Monat noch ein bisschen was erlebe, bevor es nach Australien und dann wieder nach Deutschland geht... Die Zeit rennt!

1.7.13 10:21

Letzte Einträge: Arbeit macht den Tag kaputt, Arbeit mach den Tag immer noch kaputt, Reisen, Reisen, Reisen, Eine Reise neigt sich dem Ende, Der Kulturschock

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